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Über uns

Betreuung von
Alzheimer-
Patienten
zu Hause

Bei Morbus Alzheimer, der Alzheimer‘schen Krankheit, handelt es sich um die häufigste Form einer Demenzerkrankung. Insgesamt leiden in Deutschland ca. 1,6 Mio. Menschen an Demenzerkrankungen. Etwa zwei Drittel dieser Patienten leiden an Alzheimer. Viele dieser Patienten benötigen Betreuung zu Hause. 

Die Krankheit wurde im Jahr 1906 von Alois Alzheimer, der der Krankheit somit ihren Namen gab, zum ersten Mal beschrieben. Von Alzheimer sind hauptsächlich Senioren betroffen und die Verbreitung nimmt mit zunehmendem Alter zu. Im Alter zwischen 65 und 69 Jahren ist nur jeder 100. von dem Leiden betroffen, in der Altersgruppe zwischen 80 und 84 jeder siebte und bei den über 90 jährigen ist es bereits jeder dritte. Die Betreuung und Vertrauen GmbH hat Erfahrung mit der Betreuung von Alzheimer-Patienten zu Hause und bietet verschiedene Dienstleitungen, um das Entstehen der Krankheit zu verhindern oder zumindest zu verzögern. Betreuung von Alzheimer-Patienten dahoam? Aber sicher!

Was passiert bei der Krankheit im Gehirn?

Alzheimer ist eine neurodegenerative Erkrankung. Nervenzellen sterben im Krankheitsverlauf ab und das Gehirn kann bis zu 20% an Gewicht verlieren. Zumeist ist die Hirnrinde (Cortex) betroffen, in selteneren Fällen auch tiefer liegende Areale.

Die Krankheit behindert die Kommunikation zwischen den Nervenzellen, daher können Informationen nicht mehr weitergeleitet und verarbeitet werden. Im Laufe der Erkrankung sterben nach und nach Nervenzellen ab. Als Folge daraus ist ein fortschreitender Abbau der geistigen Fähigkeiten zu beobachten. Das führt zu einem hohen Anteil an Alzheimer-Patienten, die auf Betreuung zu Hause oder in anderen Einrichtungen angewiesen sind.

Eine besondere Bedeutung kommt bei diesen Prozessen dem Absterben der Acetylcholin produzierenden Zellen zu. Acetylcholin ist an der Reizweiterleitung zwischen Neuronen beteiligt. Fehlt dieser Stoff, wird die Signalübertragung behindert und die Gedächtnisleistung sinkt.

Auf molekularer Ebene ist die Bildung von Plaques zu beobachten. Diese Aggregate aus sog. ß-Amyloid-Proteinen lagern sich zwischen den Nervenzellen ab und behindern die Reizweiterleitung. Innerhalb der Nervenzellen führt eine chemische Veränderung der Tau-Proteine dazu, dass sich diese Proteine zu Fibrillen zusammenlagern. Dadurch verlieren sie ihre Funktion. In der gesunden Zelle besitzen Tau-Proteine sowohl eine Funktion in der Weiterleitung von Nährstoffen als auch eine Stützfunktion. Als Folge dieser Veränderungen sterben die Zellen ab.

 

Symptome: Woran erkenne ich eine Alzheimer Erkrankung?

Vergesslichkeit: Das wohl bekannteste Symptom ist die Vergesslichkeit. In einem frühen Stadium ist nur das Kurzzeitgedächtnis betroffen:  die Betroffenen erinnern sich an kurz zurückliegende Ereignisse nicht mehr. Es kann vorkommen, dass der Alzheimer-Patient die gleiche Geschichte mehrmals erzählt. Er/Sie erinnert sich nicht mehr daran, dass er/sie sie bereits erzählt hat. Bedingt durch die Verschlechterung des Kurzzeitgedächtnisses fällt es Alzheimer-Patienten bereits in einem frühen Stadium schwer, neue Dinge zu lernen. Schreitet die Krankheit jedoch fort, dann ist auch das Langzeitgedächtnis betroffen und die Patienten erkennen auch z.B. die eigenen Kinder nicht mehr.

Schwierigkeiten bei der Planung von Aktivitäten und bei der Bewältigung des Alltags: Alzheimer-Patienten haben Probleme, alltägliche Aufgaben zu verrichten, ihren Tagesablauf zu planen und sich selbst zu versorgen. Das hat einerseits mit dem Verlust des Gedächtnisses zu tun. Beispielsweise vergessen sie den Weg zum Bäcker oder zum Supermarkt. Andererseits verlieren sie zumindest teilweise ihre Problemlösungskompetenz und können einfache Aufgaben nicht mehr erledigen. Beispielsweise sind sie außer Stande ein Gericht nach den Anweisungen eines Kochbuchs zuzubereiten. Die Patienten sind folglich in einem hohen Maße auf Unterstützung und Betreuung angewiesen. 

Orientierungslosigkeit und Verlust des Zeitgefühls: An Alzheimer erkrankte Menschen haben oft Probleme, sich zu orientieren und ihren Weg zu finden. Das kann dazu führen, dass sie ihr Ziel auf dem Weg dorthin vergessen. Den Weg zurück nach Hause finden Sie bisweilen auch nicht mehr und irren dann verloren umher. Auch die zeitliche Einordnung fällt ihnen zunehmend schwerer. Die Jahreszeiten können sie nicht mehr zuordnen und auch Begriffe wie gestern und morgen können nur noch schwer eingeordnet werden. Auch diese Einschränkungen machen eine intensive Betreuung erforderlich!

Probleme bei der Wortfindung: Darüber hinaus fehlen Alzheimer-Patienten oft buchstäblich die Worte. Sie suchen nach den richtigen Begriffen und bilden neue Worte, um sich auszudrücken. Statt Armbanduhr könnte ein Mensch mit Alzheimer beispielsweise Hand-Uhr sagen, weil ihm der korrekte Begriff nicht einfällt. Auch dauert es deutlich länger als bei gesunden Senioren, bis Alzheimer-Erkrankte vollständige Sätze bilden. Beim Umgang und der Betreuung ist daher ein hohes Maß an Geduld erforderlich.

Verlegen von Gegenständen: Alzheimer Patienten und ihre betreuenden und pflegenden Angehörigen sind ständig auf der Suche. Die Betroffenen verlegen alltägliche Gegenstände und „bewahren“ dies an ungewöhnlichen Orten "auf". Es kann also passieren, dass man die lange gesuchte Uhr im Gefrierschrank findet oder das Portemonnaie in der Socken-Schublade.

Entscheidungsschwäche: Den Erkrankten fällt es auch mit fortschreitender Erkrankung immer schwerer einfache Entscheidungen zu treffen. Das kann sogar so weit führen, dass die Entscheidung, sich zu duschen oder zu waschen nicht getroffen wird und die Alzheimer Patienten die Körperpflege vernachlässigen. Der Betreuer oder die Betreuerin muss dann behutsam aber bestimmt auf den/die Betroffe/n einwirken und die Entscheidung herbeiführen.

Störungen der Feinmotorik: Das Gehirn steuert auch unsere Bewegung. Sterben Gehirnzellen ab, kann es zu Störungen des Bewegungsapparates kommen. Insbesondere die Feinmotorik wird beeinträchtigt. In frühen Stadien fällt das Schreiben zunehmend schwerer, im mittleren Stadium ist bereits die Fortbewegung betroffen. Die Erkrankten können sich in diesem Fall nur noch mit Trippelschritten fortbewegen.
 
Abbau der Muskulatur: Im späten Stadium der Erkrankung wird auch die Muskulatur abgebaut. Als Folge verschlimmern sich die Sprachprobleme und Stuhl und Harn können weniger gut gehalten werden. Es kommt zur Inkontinenz.

Persönlichkeitsveränderung und Rückzug aus dem sozialen Leben: Die Erkrankten erkennen durchaus die Veränderungen in ihrem Leben. Alltägliche Aufgaben bewältigen die in zunehmendem Maß nur noch mit Hilfe Ihrere Betreuer*Innen. Der damit einhergehende Verlust der Selbstständigkeit wird von den meisten Alzheimer-Patienten als schwere Belastung empfunden. Als Reaktion ziehen sich viele Menschen aus dem sozialen Leben zurück und verbringen viel Zeit allein. Der fehlende soziale Kontakt verschlimmert aber ihre Situation. Der Kontakt zu Menschen fordert das Gehirn und ist von entscheidender Bedeutung. Anderenfalls beschleunigt sich der Verfall. Ferner kann es zu Stimmungsschwankungen kommen. Die Betroffenen reagieren gereizt, verwirrt oder verängstigt auf alltägliche Herausforderungen und sind auch gegenüber engen Verwandten überaus misstrauisch.

Die Krankheit früh zu erkennen ist von großer Bedeutung. Auch wenn kein  Heilmittel für Alzheimer existiert, so gibt es doch verschiedene Behandlungsmethoden, die das Fortschreiten des Leidens hinauszögern und die Symptome lindern. Je früher mit der Behandlung begonnen wird, desto länger kann man das Fortschreiten hinauszögern!

Risikofaktoren und Prophylaxe

Die Ursache und die Entstehung der Alzheimer’schen Krankheit ist noch nicht vollständig geklärt. Bekannt sind jedoch eine einige Risikofaktoren.
 
Alter: Das Alter ist ein Faktor, den wir nicht beeinflussen können. Das Risiko an Alzheimer zu erkranken steigt aber mit dem Lebensalter deutlich an. Ab dem 50. Lebensjahr sind vereinzelte Krankheitsfälle bekannt. Danach steigt die Wahrscheinlichkeit kontinuierlich an. Etwa zwei Prozent der 65-Jährigen, drei Prozent der 70-Jährigen, sechs Prozent der 75-Jährigen und 20 % der 85-Jährigen leiden an dieser Erkrankung. 

Geschlecht: Frauen sterben später als Männer. Daher erkranken auch mehr Frauen als Männer an der Alzheimer‘schen Krankheit. Vergleicht man aber gleichaltrige Gruppen von Männern und Frauen, ist der Anteil der Erkrankten in etwa gleich groß.

Vereinsamung: Die Bedeutung von sozialen Kontakten kann gar nicht hoch genug bewertet werden. Die Wahrscheinlichkeit an Alzheimer zu erkranken ist bei Menschen, die sich einsam fühlen, doppelt so hoch wie bei Menschen mit vielen sozialen Kontakten. Betreuung und Vertrauen hat sich auf die Betreuung von Senioren spezialisiert und bekämpft die Vereinsamung mit einer Reihe von Angeboten. Unsere Betreuerinnen und Betreuer unterhalten sich oder spielen Gesellschaftsspiele mit Ihnen. So arbeiten wir gegen Alzheimer und erhöhen die Lebensqualität von Senioren.

Diabetes: Diabetes Melitus, die Zuckerkrankheit ist ein Risikofaktor für verschiedenste Erkrankungen. Das gilt auch für Alzheimer. Aus diesem Grund beugt man Alzheimer vor, wenn man Risikofaktoren für Diabetes reduziert. Sowohl die Ernährungsberatung als auch das Bewegungsprogramm von Betreuung und Vertrauen bewirkt somit eine Reduzierung des Alzheimer Risikos! 

Bluthochdruck: Auch zwischen Bluthochdruck und Alzheimer und anderen Demenzformen besteht ein Zusammenhang. Bereits ein dauerhaft leicht erhöhter Blutdruck kann zu einem erhöhten Demenz-Risiko führen. Daher ist die Prophylaxe von Bluthochdruck wichtig. Ebenso wie bei vielen anderen Krankheiten, die erst im fortgeschrittenen Alter auftreten, spielen Bewegung und Ernährung eine wichtige Rolle in der Prävention. Beide Faktoren reduzieren auch ggf. bestehendes Übergewicht, ein weiterer Risikofaktor für Bluthochdruck. Und für beide Faktoren hat die Betreuung und Vertrauen GmbH Angebote (ErnährungsberatungeinkaufenkochenBewegungsprogramm), die Ihnen helfen Bluthochdruck und Diabetes zu bebkämpfen!

Hoher Cholesterinspiegel: Ferner besteht ein Zusammenhang zwischen erhöhtem Cholesterinspiegel und Alzheimer-Erkrankungen. Eine Senkung des Cholesterinspiegels über die Ernährung ist nur bis zu einem gewissen Maße möglich. Diese Möglichkeit sollte aber genutzt werden, da ein hoher Cholesterinspiegel auch ein Risikofaktor für Herzinfarkte ist. Auch medikamentös oder mit Nahrungsergänzungsmitteln kann der Cholesterinspiegel gesenkt werden. Betreuung und Vertrauen berät Sie zu diesen Themen gerne!

Übergewicht: Auch zwischen Übergewicht und Alzheimer besteht ein Zusammenhang. Somit bewirkt eine Reduzierung des Übergewichts -  neben vielen anderen positiven Effekten - auch eine Reduzierung des Alzheimer Risikos. Und auch hier bieten unsere Betreuerinnen und Betreuer gerne unsere Unterstützung an (KochenErnährungsberatungSport- und Bewegungsprogramm). Innerhalb weniger Wochen werden Sie Erfolge bei der Gewichtsreduzierung wahrnehmen können und sich besser fühlen. Ganz nebenbei senken sie damit auch Ihre Alzheimer-Risiko!

Genetische Faktoren: Ein weiterer Risikofaktor lässt sich nicht durch eine Verhaltensänderung mindern. Hierbei ist die Rede von genetischen Faktoren. Einerseits ist das Risiko, an Alzheimer zu erkranken um das Vierfache erhöht, wenn ein Verwandter ersten Grades ebenfalls erkrankt ist. Bei Verwandten zweiten Grades verdoppelt sich das Risiko im Vergleich zum Bevölkerungsdurchschnitt. Andererseits führen auch gewisse Genmutationen zu einem erhöhten Risiko an Alzheimer zu erkranken.

Kopfverletzungen, Schädel-Hirn-Traumata, Gehirninfektionen durch Viren: Schädigungen des Gehirns durch verschiedene Einwirkungen erhöhen ebenfalls das Alzheimer-Risiko. Sowohl mechanische Einwirkungen als auch Infektionen können dafür verantwortlich sein. Leider kann auch dieser Risiko-Faktor nur in sehr begrenztem Umfang durch Vorbeugung positiv beeinflusst werden.

Langanhaltender Stress: Mehrere Studien zeigen einen Zusammenhang zwischen lang anhaltendem Stress und dem Risiko, an der Alzheimer-Demenz zu erkranken. Auch wenn die Ursachen für Stress nicht immer bekämpft werden können, ist es doch in vielen Fällen möglich, den Stress in der Freizeit abzubauen. Auch in diesem Fall empfehlen wir unser individuelles auf Ihre Bedürfnisse abgestimmtes Bewegungsprogramm. Andere Formen des Stress-Abbaus umfassen Methoden wie autogenes Training, Yoga oder Meditation. Wir bringen Sie gerne mit entsprechenden Experten in Kontakt. Nutzen Sie unser breites Netzwerk!

Mehrfach haben wir die Bedeutung der Ernährung für die Alzheimer Prophylaxe herausgestellt. Aber wie soll die Ernährung aussehen? Was soll man essen und was eher meiden? Die Ernährung so zu gestalten, dass sie Alzheimer vorbeugt ist gar nicht schwer. Viele Empfehlungen, die generell hinsichtlich gesunder Ernährung ausgesprochen werden, sind auch in der Alzheimer Prophylaxe zu empfehlen. Das bedeutet viel Obst und Gemüse, Vollkorn-Produkte,wenig rotes Fleisch, von Zeit zu Zeit fetten Fisch und Olivenöl. So ernährt man sich gesund und der Genuss kommt auch nicht zu kurz!

Fordern Sie Ihr Gehirn – das ist die beste Alzheimer-Prophylaxe. Das Lösen von Rätseln, z. B. Kreuzworträtsel oder Sudoku, hilft genauso wie das Erlernen neuer Fertigkeiten, z. B. Sprachen oder Musikinstrumente. Auch Brett- und Kartenspiele fordern die grauen Zellen sowie der soziale Kontakt zu anderen Menschen. Unsere Betreuerinnen und Betreuer freuen sich darauf, mit Ihnen zum Gehirnjogging zu gehen!

Und nicht nur Gehirnjogging hilft gegen Alzheimer. Auch physische Bewegung und Sport helfen Ihnen, geistig und natürlich auch körperlich fit zu bleiben. Schon die alten Römer wussten: "Mens sana in corpore sano", "ein gesunder Geist wohnt in einem gesunden Körper"! Lassen Sie sich von uns ein individuelles Bewegungsprogramm entwerfen! 

Kontaktieren Sie uns und nutzen Sie unsere Erfahrung! Auf diese Weise verhindern Sie, als Alzheimer-Patient auf Betreuung zu Hause oder in anderen Einrichtungen angewiesen zu sein.

  

Therapie bei Alzheimer

Bis heute existiert kein Heilmittel für die Alzheimersche Krankheit. Es gibt jedoch verschiedene Ansätze, die Symptome zu bekämpfen und den Fortgang der Krankheit zu verlangsamen.

Medikamentöse Behandlung: Anti-Dementiva sind Medikamente, die möglichst lange die Gedächtnisleistung erhalten. Die in Deutschland für die Behandlung von Alzheimer zugelassenen Arzneimittel gehören entweder zu Gruppe der Acetylcholinesterase-Hemmer oder zu den Glutamat-Rezeptor-Antagonisten. Die Wirkstoffe wechselwirken mit verschiedenen Systemen im Gehirn. 
Bei Alzheimer-Patienten sterben Acetylcholin bildende Zellen ab, so dass dieser Stoff mit fortschreitender Krankheit nicht mehr in ausreichendem Maße vorhanden ist. Das wiederum führt zu Problemen mit der Reizweiterleitung und führt zu Vergesslichkeit. Daher greifen die Acetylcholinesterase-Hemmer an diesem Punkt an. Sie reduzieren die Bildung der Enzyme, die das Acetylcholin spalten und somit abbauen, der Acetylcholinesterase. Auf diese Weise ist zwar weniger Acetylcholin vorhanden, die vorhandene Substanz wird aber auch langsamer abgebaut. So wird die geringere Menge kompensiert. Diese Medikamente werden jedoch nur im frühen und mittleren Stadium der Krankheit eingesetzt.
Im mittleren und späten Stadium kommen dann Glutamat-Rezeptor-Antagonisten zum Einsatz. Glutamat wird im Gehirn für Prozesse benötigt, die mit Lernen und Erinnern im Zusammenhang stehen. Bei Morbus Alzheimer wird zu viel Glutamat im Gehirn gebildet. Um eine Dauererregung der Glutamat-Rezeptoren zu vermeiden, setzt man die die Glutamat-Rezeptor-Antagonisten ein. Diese binden ebenfalls an den Glutamat-Rezeptor, ohne jedoch einen Reiz auszulösen und treten somit in Konkurrenz zum übermäßig vorhandenen Glutamat. 

Physiotherapie: Die Physiotherapie erhält die Beweglichkeit und den Gleichgewichtssinn und vermeidet auf diese Weise Folgeschäden der Alzheimer-Erkrankung. Durch das Alzheimer-Leiden werden motorische Fähigkeiten in Mitleidenschaft gezogen. Die Betroffenen bewegen sich nur noch mit Trippelschritten vorwärts und fühlen sich beim Gehen unsicher. Die Physiotherapie unterstützt sie dabei, möglichst lange sicher und selbstständig zu gehen und sich fortzubewegen.

Ergotherapie: Durch den Verlust feinmotorischer Fähigkeiten sind Alzheimer-Patienten häufig auf Hilfe angewiesen und verlieren ihre Selbstständigkeit. Die Ergotherapie trainiert Bewegungsabläufe, die im Alltag benötigt werden und zögert somit den Verlust der Selbstständigkeit hinaus.

Verhaltenstherapie: Die Verhaltenstherapie zielt wie die Ergotherapie darauf ab, dass die Alzheimer-Patienten ihren Alltag besser und selbstständiger bewältigen können. Anders als in der Ergotherapie geht es aber nicht darum, Bewegungsabläufe einzuüben, sondern darum, den Betroffenen eine feste Tagesstruktur zu geben und ihnen durch Gedächtnisstützen das tägliche Leben zu erleichtern und sie unabhängig zu halten. Im Detail bedeutet das, übergeordnete Ziele in überschaubare Schritte aufzuteilen. Diese Übungen werden mit dem Therapeuten eingeübt, schriftlich festgehalten und mit Hausaufgaben im Gehirn verankert. Die Verhaltenstherapie wird im Frühstadium der Erkrankung angewendet. Verhaltenstherapeuten arbeiten aber nicht nur mit den Betroffenen selbst, sondern auch mit den Angehörigen. Diese werden darin geschult, bei den Patienten Eigenständigkeit mit Zuneigung zu belohnen. Normalerweise, wird nämlich Unselbstständigkeit belohnt. Wenn ein Demenz-Patient Hilfe bei gewissen Aufgaben benötigt, so ist die Unterstützung immer mit Aufmerksamkeit und Zuwendung verbunden. Diese Zuwendung wirkt wie eine Belohnung für Unselbstständigkeit. Auf diese Weise "erziehen" Angehörige, Betreuer und Helfer die Patienten direkt dazu, sich auf Hilfe zu verlassen. Die Verhaltenstherapie setzt darauf, Selbstständigkeit zu belohnen und die Patienten so zu motivieren, den Alltag möglichst lange alleine zu bewältigen.  

Gedächtnistraining: Unser Gehirn braucht Nahrung - physische und geistige. Wir müssen unser Gehirn trainieren, damit es nicht abbaut. Das gilt für jeden, in besonderem Maße aber für Demenz-Patienten. Es können ganz einfache Übungen sein wie beispielsweise das Erkennen von Sprichwörtern, bei denen die Wörter ungeordnet sind oder das Bilden von Worten aus Buchstaben. Auch Sudoku und das Lösen von Kreuzworträtseln kann helfen. Wichtig ist, dass es Spaß macht. Das motiviert die Patienten zum weiter machen. 

Biographiearbeit: Bei der Biographiearbeit geht es darum, Senioren von Ihrem Leben erzählen zu lassen. Die Erzählungen sollen sich um positive Ereignisse drehen, wie den ersten Kuss oder wie man seinen Partner kennen gelernt hat. Auf diese Weise stärkt man die Erinnerung an das eigene Leben und die eigene Identität. Viele Alzheimer-Patienten blühen auf, wenn sie andere Menschen auf diese Art und Weise an ihrem Leben teilhaben lassen können und Aufmerksamkeit erhalten. 

Die Betreuung und Vertrauen GmbH hat sich auf die Betreuung von Alzheimer-Patienten zu Hause spezialisiert. Nutzen Sie unser Angebot!
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